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Bambu Lab P1S im Langzeittest: Erfahrungen nach 12 Monaten

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Bambu Lab P1S im Langzeittest: Erfahrungen nach 12 Monaten

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Hinweis: Die hier genannten Einstellungen sind Richtwerte. Dein Drucker, dein Filament und deine Umgebungstemperatur beeinflussen das Ergebnis.

Druckqualität nach 12 Monaten

Nach über 800 Druckstunden und 15 kg verbrauchtem Filament: Die Druckqualität ist nahezu identisch wie am ersten Tag. PLA bei 0,2 mm Schichtdicke: Maßhaltigkeit ±0,1 mm, saubere Oberflächen ohne sichtbare Artefakte. PETG: Gleichmäßige Schichten, minimales Stringing bei korrekt kalibrierter Rückzugsdistanz (0,8 mm). ABS im geschlossenen Gehäuse: Kein Warping bei Teilen bis 150 x 150 mm Grundfläche, vereinzelt leichtes Warping bei größeren Flächen — ein ABS-Saft (ABS in Aceton gelöst, dünn auf die Druckplatte gestrichen) löst das Problem.

Verschleiß und Wartung

Die Hardened-Steel-Nozzle (0,4 mm) zeigt nach 800 Stunden keine messbare Abnutzung — auch nicht nach 2 kg Carbon-PETG. Die Standard-Edelstahl-Nozzle der P1S ist für die meisten Filamente ausreichend. Die PEI-Druckplatte hat nach 12 Monaten leichte Gebrauchsspuren (matte Stellen), haftet aber weiterhin zuverlässig. Reinigung: Alle 10–15 Drucke mit Isopropanol (99 %) abwischen. Alle 50 Drucke mit warmem Wasser und Spülmittel waschen.

Der einzige Verschleißteil: Der PTFE-Schlauch im Hotend sollte nach 6–12 Monaten getauscht werden (Ersatzteil: 3 €). Anzeichen: Verstopfungen bei höheren Temperaturen (über 240 °C), unregelmäßiger Filamentfluss. Der Wechsel dauert 15 Minuten mit dem mitgelieferten Werkzeug. Die Linearführungen sind wartungsfrei — kein Ölen oder Fetten nötig dank der geschlossenen Lager.

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Das Automatic Material System (AMS) der P1S ermöglicht 4 Filamente gleichzeitig. Nach 12 Monaten: 95 % Zuverlässigkeit bei Filamentwechseln. Die restlichen 5 % sind fehlgeschlagene Ladevorgänge — meist bei flexiblem TPU (das AMS ist nicht für TPU ausgelegt) oder bei Filamenten mit sehr ungleichmäßigem Durchmesser (billige China-Ware). Lösung: Hochwertiges Filament verwenden (Bambu Lab, Prusament, eSun) und TPU direkt ohne AMS zuführen.

Stromverbrauch: 120–180 Watt während des Drucks, 5 Watt im Standby. Monatliche Stromkosten bei 100 Druckstunden: 5–7 € (bei 0,35 €/kWh). Das Gehäuse reduziert die Druckgeräusche auf 45–50 dB — vergleichbar mit einem leisen Gespräch. Nachts im Nebenzimmer drucken ist problemlos möglich.

Fazit nach 12 Monaten: Kaufempfehlung?

Die P1S ist der beste Drucker in der Preisklasse 600–800 € — nach 12 Monaten bin ich sicherer denn je. Für Einsteiger, die sofort zuverlässige Ergebnisse wollen, ohne wochenlang Firmware zu flashen und Kalibrierungstabellen zu drucken, gibt es aktuell nichts Besseres. Die Kombination aus Geschwindigkeit (20 Minuten für ein Benchy), Zuverlässigkeit (95 %+ Erfolgsrate aus der Box) und dem geschlossenen Gehäuse (ABS und PA ohne Nachrüstung) macht sie zum Allrounder.

Wer ein kleineres Budget hat: Der A1 Mini für 199 € liefert 80 % der P1S-Qualität bei kleinerem Druckvolumen. Wer mehr Kontrolle will: Der Prusa MK4 (800 €) bietet bessere Open-Source-Integration und eine aktive Community. Wer absolute Spitzenqualität sucht: Der Bambu Lab X1 Carbon (1.200 €) hat Lidarsensor, Carbon-Druckplatte und das beste AMS-System auf dem Markt.

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Laufende Kosten im ersten Jahr: 200–400 € Filament (je nach Druckvolumen), 15 € Verschleißteile (PTFE, Nozzle), 30–50 € Strom. Die Druckplatte und die Linearführungen zeigen nach 800 Stunden null Verschleiß. Das ist ein 3D-Drucker, den du kaufst und der einfach funktioniert — ohne Bastel-Frustration, ohne YouTube-Troubleshooting-Marathons.

Ein Kritikpunkt nach 12 Monaten: Die proprietäre Software Bambu Studio ist der einzige voll unterstützte Slicer. OrcaSlicer (Open Source Fork) funktioniert ebenfalls gut, erhält aber neue Features später. Wer auf vollständige Open-Source-Kontrolle Wert legt, ist mit dem Prusa MK4 besser bedient. Für alle anderen: Bambu Studio ist intuitiv, schnell und liefert hervorragende Druckprofile direkt aus der Box — ich habe in 12 Monaten kein einziges Profil manuell optimieren müssen.

Abschließend: Die P1S hat sich als zuverlässiges Arbeitstier etabliert — kein Drucker, den du ständig reparierst, sondern einer, der einfach druckt.

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